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Osterfreude!

Osterfreude!
„Eure Traurigkeit wird sich in Freude verwandeln“ (Johannesevangelium 16,22). So hatte Jesus es seinen Freunden angekündigt noch bevor die Leiden und Schrecken des Karfreitags über ihn hereinbrachen. Ja, zunächst einmal war Traurigkeit für sie angesagt. Traurigkeit, weil Jesus von einem seiner engsten Freunde an seine Feinde verraten wurde, weil er einen unfairen Prozess bekam und zu Unrecht zum Tod verurteilt wurde. Traurigkeit, weil sich die grausame Brutalität, zu der nur Menschen fähig sind, an ihm austobte. Er wurde gedemütigt, verspottet, mit Peitschenhieben gefoltert, mit einer Dornenkrone gepeinigt und schließlich zum qualvollen Sterben ans Kreuz genagelt. Traurigkeit, Resignation, Hoffnungslosigkeit, ja Verzweiflung machte sich bei seinen Freunden breit.
Ganz anders ging es den Freunden von Jesus nach Ostern: Aus ihrer Traurigkeit wurde unbändige Freude, aus Resignation und Angst wurde Begeisterung und Mut. Große Hoffnung erfüllte sie jetzt. Wie war es zu dieser Veränderung gekommen?
Sie hatten den toten Jesus im Höhlengrab gesucht, wollten seinen Leichnam einbalsamieren und ihm so die letzte Ehre erweisen. Aber das Grab war leer. Engel Gottes erklärten ihnen, dass Jesus von den Toten auferstanden sei. Und dann begegnete ihnen der lebendige Jesus selbst. Er sprach und aß mit ihnen, ließ sich von ihnen berühren, 40 Tage lang immer wieder. So berichten es die Evangelien der Bibel.
Von da an gibt es Hoffnung über den Tod hinaus: Gott schenkt denen, die sich zu Jesus halten und ihm vertrauen, sein ewiges Leben. Nichts darf sie mehr von Gott und seiner Lebensmacht trennen. Am Ende steht dann nicht der Tod, sondern das neue, unvergängliche Leben in Gottes ewiger Welt. Dafür ist Jesus gestorben und auferstanden. Sein Tod und seine Auferstehung sind die Garantie dafür, dass wir mit ihm und durch ihn leben dürfen. Und dafür, dass er alles Zerbrochene und Bruchstückhafte in unserem Leben heilen und vollenden wird im ewigen Leben bei ihm. Und darum muss sich bei Jesus alle Traurigkeit am Ende in Freude verwandeln.
Das Osterfest lädt uns ein, uns Jesus Christus anzuschließen, damit auch unsere Traurigkeit zur Freude wird und wir bei ihm Mut und Hoffnung finden für unser Leben und über den Tod hinaus.
Frohe Ostern, wünscht Ihnen im Namen der evangelischen und katholischen Kirchengemeinde Rheinstetten, Ihr Gerd Ziegler, Pfarrer

Hier schreiben die katholischen und evangelischen Seelsorgerinnen und Seelsorger in Rheinstetten wöchentlich im Wechsel.
Das Bild zeigt v.l.n.r.: Pfarrer Gerd Ziegler, Pastoralreferent Markus Müller, Pfarrerin Ann-Kathrin Peters, Gemeindereferent Sebastian Kraft, Pfarrer Reinhart Fritz und Pastoralreferent Thomas Eckerle.
Das Wort für die Woche finden Sie auch in Rheinstetten Aktuell.