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Vom Regen in die Traufe

...ist ein Sprichwort, welches wir oft verwenden. Wenn es regnet dann ergießt sich der Regen in die Dachrinne von dort aus nimmt das Regenwasser seinen gesammelten Lauf in die Traufe, welche das Regenwasser nach unten abgibt. Steht man unter einer Traufe, bekommt man dieses gesammelte Regenwasser ab. Das Sprachbild "vom Regen in die Traufe" drückt aus, dass eine Situation schlimmer eintritt als zuvor erwartet. Für viele ist das gefühlt gerade so, denn nach den Feiertagen geht es in die zweite Arbeits- oder Schulwoche und da kann es schon mal sein, dass einem öfters dieses Sprichwort über die Lippen geht. Doch genau in diesen Situationen kann man auch denken oder sagen: "vom Regen in die Taufe". Denn Alltag und Krisenzeit sind genau die Zeiten, in denen die Zusage der Taufe spürbar werden soll. In der Taufe verspricht uns Gott, dass er uns liebt und uns immer beisteht. Er sagt uns zu, dass wir in seinen Augen einzigartig, teuer und wertvoll sind. Vielleicht kein Zufall, dass mit dem Fest Taufe des Herrn, welches die kath. Kirche vergangenen Sonntag feierte, die offizielle Weihnachtsfestzeit zu Ende geht und auch der "Kirchenalltag" beginnt. Für die anstehende Woche sind in diesem Zusammenhang folgende Impulsfragen vielleicht ganz interessant für Sie:
Lasse ich den liebenden Blick auf mich und meine Eigenheiten und Talente zu?
Wo begegnet mir jemand, im Namen Gottes (bewusst oder unbewusst), mit einem liebevollen und wertschätzenden Blick?
Könnte ich diesen nicht auch manches Mal annehmen?
Denken Wir daran Gott schätzt uns, auch dann wenn wir denken, dass wir vom "Regen in die Traufe" kommen und womöglich noch selber daran Schuld sind. Ich wünsche uns, dass wir diese Wertschätzung und Zuneigung uns selbst immer wieder zusprechen und dann auch weitergeben können, damit es für uns und andere heißt: "Vom Regen in die Taufe"!
Das wünscht Ihnen,
Gemeindereferent Sebastian Kraft

Hier schreiben die katholischen und evangelischen Seelsorgerinnen und Seelsorger in Rheinstetten wöchentlich im Wechsel.
Das Bild zeigt v.l.n.r.: Pfarrer Gerd Ziegler, Pastoralreferent Markus Müller, Pfarrerin Ann-Kathrin Peters, Gemeindereferent Sebastian Kraft, Pfarrer Reinhart Fritz und Pastoralreferent Thomas Eckerle.
Das Wort für die Woche finden Sie auch in Rheinstetten Aktuell.